Gemeinschaft

Die Gründung unserer Ordensfamilie der Franziskaner der Immakulata erfolgte im Jahre 1970 und geht auf die Initiative der beiden Ordenspriester P. Stefano M. Manelli und P. Gabriele M. Pellettieri zurück. Diese beiden zogen zunächst, mit der Erlaubnis der Oberen und des zuständigen Bischofs, in ein verlassenes Kloster in Frigento (Süditalien), welches vom Erdbeben des Jahres 1962 sehr beschädigt war, ein. Orientierung für das neue Franziskanische Leben gab die Regel des hl. Franziskus mit einer besonderen Ausrichtung am Marianischen Geist der ersten Franziskanischen Gemeinschaften und der Gemeinschaften des hl. Maximilian M. Kolbe in Polen und Japan.

 

 

Auf dieser Grundlage wurzelt das ganze Ordensleben der Franziskanischen Brüder- und Schwesterngemeinschaften und erhält seine Ausrichtung und Motivation durch das Leben und die Lehre des hl. Franziskus („Regel“) und des hl. Maximilian M. Kolbe (der so genannten „Traccia Mariana“ = „der marianische Weg“). Das Unterscheidende zur übrigen Franziskanischen Familie besteht hierbei besonders im Marianischen Gelübde der unbegrenzten Hingabe an die Immakulata und somit auch in einer starken missionarischen Ausprägung (gemäß dem Beispiel Maximilian M. Kolbes).

Bald kamen viele junge Leute, welche dem Beispiel der beiden Ordensgründer folgten und im Laufe der Zeit entwickelte sich gleichzeitig, in Anlehnung an die Brüdergemeinschaft und mit der gleichen Regel als Grundlage, eine Schwesterngemeinschaft. Dies führte dazu, dass im Jahre 1990, auf Geheiß des Hl. Stuhls, durch den Erzbischof von Benevent Mons. Carlo Minchiatti, ein selbständiges Ordensinstitut errichtet wurde und im Jahr 1998 erfolgte bereits die päpstliche Anerkennung für beide Ordensinstitute.

Unser Gemeinschafsleben ist geprägt durch eine Atmosphäre des Gebetes und der Stille „in jedem Winkel unseres Hauses und unseres Tun’s“ (Traccia Mariana). In den fünf Stunden gemeinsamen Gebetes, der Hl. Messe und den persönlichen Gebetszeiten schöpfen wir unsere geistliche Nahrung. Dies gibt die Kraft für das Apostolat und die Arbeit, um so mit dem Eifer des hl. Franziskus am Aufbau des Leibes Christi, der Kirche mitzuwirken (Eph 4,12). Nach dem Vorbild des hl. Maximilian M. Kolbe, der sich bei seinem apostolischen Wirken der moderne Medien bedeute (Schriften, Radio, Fernsehen, Kunst, Kultur, Wunderbare Medaillen,…), ist jede Schwester und jeder Bruder aufgerufen, sich aktiv am Apostolat zu beteiligen. Nach dem Vorbild des hl. Franziskus streben wir ein Leben der Armut und der Buße an. Armut bedeutet im Konkreten auf besonderen Komfort in der Einrichtung unserer Häuser zu verzichten (einfache Zellen, Kleidung, und Gebrauchsgegenstände). Wir verstehen sie auch darin, indem wir finanzielle Absicherungen wenn möglich vermeiden (ausschließlich für eventuelle Baumaßnahmen, für die Mission oder besonderes Apostolat, wie Radio/ Fernsehen) und überschüssige Beträge der Mission zu Gute kommen lassen. Wir verzichten auf den Gebrauch von Genussmitteln (wie Rauchen usw.) und setzen ein unbegrenztes Vertrauen auf die Vorsehung Gottes und die der mütterliche Hilfe Mariens. Von Anfang an wurde daher in unseren Häusern nur das gegessen, was die Vorsehung schickte. Daher kaufen wir keine Lebensmittel, haben aber bisher noch niemals Hunger gelitten.

IMG_7050

Ebenso wollen uns die Formen der Buße mit dem seraphischen Vater Franziskus vereinen. Sie bestehen: im frühen Aufstehen, noch vor dem Morgengraun, in der bedingungslosen Treue gegenüber der Gemeinschaft (Gebetszeiten usw.) und der aufgetragenen Pflichten, im Halten der Fastenzeiten, im Tragen von Sandalen mit nackten Füßen (soweit es Temperatur und Gesundheit erlauben/ Regel), im ständigen Tragen des Habits, im Kurzhalten der Haare, im Verzicht auf Ferien und andere Bequemlichkeiten.